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Körperliche Gewalt

Jemanden absichtlich körperlich wehtun, jemanden schubsen, schlagen, festhalten – all das gehört zu körperlicher Gewalt. Oft schämen sich Menschen, dass sie Opfer körperlicher Gewalt geworden sind, und versuchen die Spuren wie blaue Flecken oder Wunden zu verbergen. Das liegt daran, dass Scham- und sogar Schuldgefühle entstehen können, wenn Menschen in ihrer Würde verletzt werden und „in ihren intimen Raum eingebrochen“ wird. Diese Art von Scham kann man sich auch wie die „Hüterin der Grenze des intimen Raumes“ vorstellen.

Ganz wichtig ist, diese Scham- und Schuldgefühle nicht damit zu verwechseln, für die Gewalt (mit)verantwortlich zu sein!

Die Verantwortung liegt auch hier bei den Täter und Täterinnen – nicht bei dir!

Körperliche Gewalt kommt z.B. in Schulen unter Schüler*innen vor, in engen Beziehungen (sogar auch in Liebesbeziehungen), in der Öffentlichkeit und auch in Familien. Manche Eltern denken, dass es gut sei, Kinder für ein „Fehlverhalten“ zu bestrafen, auch mit körperlicher Gewalt, damit sie daraus lernen. Das Gegenteil ist allerdings der Fall: Gewaltvolle Bestrafungen sind immer schädlich für Kinder und Jugendliche! Sie schwächen das Selbstwertgefühl und damit auch die Voraussetzungen, die Kinder und Jugendliche brauchen, um gut lernen und sich gut entwickeln zu können.

Andere Eltern haben große eigene Probleme, Sorgen und Stress und sind sehr überfordert mit sich und ihrer Situation. Das macht ihnen großen Druck und diesen lassen sie durch Gewalt an ihren Kindern aus. Oft fühlen sich Kinder und Jugendliche dann für den Stress und Druck der Eltern verantwortlich und versuchen, „so problemlos“ wie möglich zu sein. Sie tragen aber nicht die Verantwortung, denn diese liegt bei den Eltern. Das ist eine viel zu große Last für Kinder und Jugendliche und führt auf Dauer zu psychischen Problemen bei ihnen. Seit dem Jahr 2000 haben Kinder per Gesetz in Deutschland ein Recht auf gewaltfreie Erziehung (§ 1631 Abs. 2 BGB). Darüber hinaus haben auch Eltern per Gesetz ein Recht auf Beratung und Unterstützung von außen, wenn sie mit der Erziehung bzw. mit anderen Belastungen überfordert sind.

Auch das Miterleben von Gewalt, die anderen wie z.B. Geschwistern oder der Mutter angetan wird, ist sehr belastend und hat oft schädigende Auswirkungen.

Wenn Du körperliche Gewalt erlebst oder erlebt hast, oder Zeugin davon wurdest, bist du mit dieser Erfahrung nicht allein. Du kannst Unterstützung und Hilfe bekommen, damit die Bedrohung und Gewalt aufhört und du dich wieder sicher fühlen kannst!

Du hast ein Recht auf ein gewaltfreies Leben. Du hast ein Recht darauf, dich wohl und wertvoll zu fühlen.

Egal was passiert ist, es gibt immer Möglichkeiten, Hilfe zu bekommen.

Was kannst du tun?

  • Such dir einen Menschen deines Vertrauens (z.B. eine Verwandte, eine*n Schulsozialarbeiter*in, die Mutter einer Freundin), um alles zu besprechen und gemeinsam nach Wegen zu suchen, wie es dir wieder bessergehen kann.
  • Du kannst uns anrufen, eine Mail schreiben oder persönlich kommen.
  • Wenn Du nicht aus Bielefeld und Umgebung kommst: Es gibt in vielen Städten Beratungsstellen, die dir weiterhelfen können. Hier ist eine Liste von Beratungsstellen in NRW.
  • Du rufst eine der Notrufnummern an und erzählst am Telefon, wie es dir geht. Dann bekommst du am Telefon Unterstützung.

Was auch immer dir passiert ist, wir unterstützen dich und sind für dich da!

 

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