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Das Foto zeigt ein Mädchen, das sich in die Haare greift und schreit. Ihre Augen sind zugekniffen.

Neben der Spur? Nichts geht mehr? Ausgeflippt?

Alle Mädchen sind mal traurig

Alle Mädchen sind mal traurig, ängstlich, erschöpft, mutlos, durcheinander, wütend, schlafen schlecht, haben mal keinen Appetit oder werden einfach nicht satt. Das ist normal und gehört zum Leben. Nur wenn du diese Gefühle besonders heftig und über lange Zeit hast, kann es sein, dass du psychischen Stress hast und Unterstützung brauchst. Das bedeutet aber nicht, dass du ein "Psycho" bist!

Erwachsen werden ist nämlich ganz schön anstrengend. Innerhalb weniger Jahre verändert sich dein Körper und deine Persönlichkeit so stark, wie sonst kaum im Leben. Du bist auf der ganzen Linie gefordert und auch oft überfordert, mit all diesen Veränderungen klar zu kommen. Vielleicht verstehst du das Leben und dich selbst manchmal überhaupt nicht mehr. Das macht echt inneren Stress. Wenn du total durcheinander bist, die Gefühle mit dir Achterbahn fahren, dann brauchst du vielleicht Unterstützung, um wieder durchzublicken, dich zu sortieren, deine Ziele zu finden und zu erreichen

 

Schlecht drauf? Depri? Kein Bock auf Nichts? Traurig?

Das Foto zeigt zwei Mädchen, die sich Schulter an Schulter sitzen und genervt dreinblicken.

Es gibt viele Gründe traurig zu sein: weil du Liebeskummer hast, deine Oma gestorben ist, deine Eltern sich streiten oder sich scheiden lassen, deine beste Freundin in eine andere Stadt zieht, weil du ungerecht behandelt wirst ... Manchmal bist du auch traurig und wütend zugleich. Es ist schwer, diese Gefühle zu ertragen, aber sie sind ein Teil des Lebens. In der Regel wird es mit der Zeit besser - besonders dann, wenn du Menschen hast, die deinen Kummer oder deinen Zorn verstehen und liebevoll mit dir umgehen.

 

Wenn du merkst

  • dass es dir immer schlechter geht
  • dass du noch trauriger, hoffnungsloser wirst
  • dass du vielleicht gar keinen Appetit mehr hast oder alles in dich hineinfrisst
  • dass du jede Nacht schlecht schläfst
  • dass du überhaupt keine Lust mehr hast, dich mit Freundinnen zu treffen und dir gar nichts mehr richtig Spaß macht
  • dass du dich nur schlecht konzentrieren kannst
  • dass dir Entscheidungen sehr schwer fallen,
  • dass du Angst vor dem nächsten Tag hast und überhaupt nicht mehr aufstehen willst
  • dass dir alles grau und sinnlos vorkommt
  • dass dein Leben total unerträglich wird und du lieber tot sein möchtest

und diese Stimmungen über viele Wochen nicht besser werden, dann brauchst du dringend Hilfe!

 

Was kannst du tun?

  • Such dir einen Menschen deines Vertrauens (z.B. eine Verwandte, eine SchulsozialarbeiterIn), um alles zu besprechen und nach Wegen zu suchen, dass es dir wieder besser gehen kann.
  • Es gibt in vielen Städten Beratungsstellen, die dir weiterhelfen können. Hier ist eine Liste von Beratungsstellen in NRW.
  • Du rufst eine der Notrufnummern an und erzählst am Telefon, wie es dir geht. Dann bekommst du am Telefon Unterstützung.
  • Du kannst uns anrufen oder eine Mail schreiben.

 

Angst?

Jeder Mensch hat Angst, komisch nicht wahr? Aber wenn wir keine Angst hätten, würden wir schnell in Gefahr geraten: z.B. einfach über die Strasse laufen, ohne nach rechts und links zu schauen. Angst kann uns also helfen, gefährliche Situationen vorauszusehen. So können wir vermeiden, uns unnötig in Gefahr zu bringen.

Das Foto zeigt ein Mädchen, das von innen durch eine verregnete Glasscheibe rausschaut.

Manche Mädchen sind ängstlicher als andere, das ist so. Schwierig wird es, wenn die Angst dich beherrscht - wenn du es nicht schaffst, stärker als deine Angst zu sein. Es gibt z. B. Menschen, die vor ganz bestimmten Tieren so starke Angst haben, dass sie ihr Leben ganz darauf einrichten, zu vermeiden, diesen Tieren zu begegnen. Dann kann es passieren, dass du nicht mehr aus dem Haus gehen magst, weil womöglich ein Hund dir auf der Strasse entgegenkommen könnte. Das ist natürlich blöd, weil du dann die anderen schönen Dinge nicht mehr machst, die nur außerhalb deiner Wohnung passieren.

Ängste werden immer stärker, je mehr du sie "fütterst", indem du sie zu vermeiden versuchst – die Angst vor der Angst. Wenn du z. B. so große Angst hast, dass du nicht mehr zu Schule oder zur Ausbildung gehst, bekommst du neue Probleme. Manchmal werden Ängste so stark, dass du körperliche Probleme bekommst: dir bleibt die Luft weg, dein Herz schlägt viel zu schnell, du fängst an zu zittern, zu schwitzen oder zu frieren. Wenn die Angst größer wird als du, dann brauchst du Hilfe!

 

Was kannst du tun?

  • Such dir einen Menschen deines Vertrauens (z.B. eine Verwandte, eine SchulsozialarbeiterIn), um alles zu besprechen und nach Wegen zu suchen, dass es dir wieder besser gehen kann.
  • Es gibt in vielen Städten Beratungsstellen, die dir weiterhelfen können. Hier ist eine Liste von Beratungsstellen in NRW.
  • Du rufst eine der Notrufnummern an und erzählst am Telefon, wie es dir geht. Dann bekommst du am Telefon Unterstützung.
  • Du kannst uns anrufen oder eine Mail schreiben.

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