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Zwei Hände bilden ein Herz

Mädchen und Flucht

(von Birgit Hoffmann, Text aus dem Jahresbericht 2014/15)

Im Jahr 2011 hat der Verein Mädchenhaus Bielefeld sein Angebot um eine neue Abteilung erweitert. Seitdem gibt es in Bielefeld für unbegleitet minderjährige Flüchtlinge das Clearinghaus Porto Amāl, ein spezifisches Angebot mit einem traumasensiblen Konzept, ausschließlich für Mädchen.

Mit zunehmender Bedeutung dieser Zielgruppe für die Jugendhilfe haben der Bedarf an Schulungen und der Wunsch nach Erfahrungsaustausch in den letzten beiden Jahren stetig zugenommen und das Mädchenhaus Bielefeld mit seiner mehrjährigen fachpraktischen Erfahrung mit dieser Zielgruppe wird verstärkt als Facheinrichtung angefragt.

Die Fluchtsituation in der Welt

Laut dem Flüchtlingshilfswerk der Vereinten Nationen UNHCR sind derzeit weltweit mehr als 60 Millionen Menschen auf der Flucht. Hauptgründe sind die vielen lang anhaltenden Konflikte in Ländern wie z.B. Afghanistan, Somalia oder dem Irak. Aber auch neue Konfliktherde wie in Syrien oder Libyen sind dazugekommen.

Mittlerweile hat sich die Lebenssituation der Menschen auf der Flucht zunehmend verschlechtert. Die Aufnahme und Versorgung der Geflüchteten in den angrenzenden Nachbarländern wird zu einem immer größeren Problem, weil die Dauer der Konflikte anhält und die Anzahl der Geflüchteten durch die weitere Ausbreitung der Konflikte immer noch wächst.

Dies betrifft insbesondere Familien mit Kindern, Frauen und Mädchen, die sich zunächst in die Nachbarstaaten geflüchtet haben. Ihre Lebenssituation verschlechtert sich auch, weil mit längerer Dauer sowohl das Geld als auch mitgenommene Wertgegenstände verbraucht sind. Viele Familien, Frauen und Mädchen machen sich erst in einem zweiten Schritt auf den Weg in ein sichereres Land. Laut UNHCR kommen seit Januar 2016 zu 35 Prozent Kinder, d.h. Mädchen und Jungen, zu 20 Prozent Frauen und zu 45 Prozent Männer in Europa an.

Geschlechtsspezifische Fluchtgründe

Die Fluchtgründe von Mädchen und Frauen sind zunächst denen der Männer oder Familien ähnlich: politische Unterdrückung, Menschenrechtsverletzungen, Naturkatastrophen, Hunger, Bürgerkriege, religiöse Verfolgung, mangelnde Perspektiven, schlechte gesundheitliche Versorgung...

Den kompletten Text gibt es hier als PDF zum Download.

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